04.08.2017

[Lesezeit] Urlaub in der Apokalypse von Stefan Krell

Stefan Krell


Ich flog in den Urlaub und landete in der Hölle… 

Mein Name tut nichts zur Sache. Namen interessieren ohnehin keinen mehr. Ich sitze allein in der Ferienwohnung. Meine Freundin ist verschwunden und ich weiß nicht, was aus ihr geworden ist. Das dort draußen ist nicht mehr das Mallorca, wie ich es kenne. Auf den Straßen sind diese Dinger, die einmal Menschen waren. Sie sind unglaublich schnell und greifen alles und jeden an. Sie sind wie tollwütige Irre. Ich kann sie durch die geschlossenen Fenster schreien hören. Innerhalb kürzester Zeit ist hier alles zum Teufel gegangen. Alles hat sich verändert. Meine von Todesangst vernebelten Gedanken fahren Achterbahn. Ich habe nichts zu essen und nichts zu trinken. Wenn ich die Wohnung verlasse, bin ich so gut wie tot. Wenn ich sie nicht verlasse, bin ich auch so gut wie tot. Ich habe die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Was soll ich tun? Was zur Hölle soll ich nur tun...
Kurzbeschreibung: www.amazon.de

Was die Kurzbeschreibung bereits erahnen lässt, handelt es sich bei Urlaub in der Apokalypse um eine Zombievision des Autors. Mein erstes Zombiebuch war übrigens Reset von Jens Bühler. Urlaub in der Apokalypse ist allerdings nicht annähernd vergleichbar mit Reset. Das Buch geht gemächlicher vor, ohne dabei weniger spannend zu sein. Es ist eben nur anders.
Im Mittelpunkt steht ein Mann der einmal im Jahr Urlaub auf Mallorca macht, für mehr reicht es nicht. Als Langweiler und Zyniker lebt er unscheinbar sein Leben. Doch dieser Urlaub verändert alles. 

Ein Held war ich weiß Gott nicht. Höchstens ein Pantoffelheld.
Seite 51

Der Autor beschreibt den Überlebenskampf des Mannes aus der Ich-Perspektive. Im Vordergrund steht aber nicht der Mensch-zu-Mensch-Kampf, sondern das blanke Überleben. Was ist zu tun, wenn in der Ferienwohnung nichts mehr zu essen und zu trinken ist? Wie lange kann man so überleben? Welche Todesangst ist größer? Die vor den Zombies oder die vor dem Hungertod? In dieser Zombie-Apokalypse kann jede Entscheidung die wahrlich letzte sein! Gerade diesen unspannenden Spannungsbogen fand ich sehr interessant. Auch wenn wenig "Action" vorkam, habe ich das Buch sehr gerne gelesen. 

Der Einfallsreichtum und die Kreativität der Hauptperson haben mich oftmals überrascht. Auch der Überlebenswille, der ihn oft über seinen eigenen Schatten hat springen lassen - ohne das die Figur dabei widersprüchlich zu seinem Charakter handelte. Die bildhafte Gedankenwelt untermalte das Geschehen. Das Ende ist anders als erwartet und der Auftakt zum Nachfolger. Bisher sind insgesamt 3 Teile von Urlaub in der Apokalypse erschienen.

Kommentare:

  1. Ich schaue mir ja richtig gerne The Walking Dead, mittlerweile auch Fear the Walking Dead und Zombiefilme an, aber Bücher habe ich darüber noch nie gelesen. Wieso? Keine Ahnung, sie sind mir da einfach nicht so präsent glaube ich. Ich will das aber ändern, weil ich glaube, dass mir das in Buchform auch super gefallen könnte. Jedoch würde ich für den Einstieg dann auf ein Buch setzten, welches noch etwas mehr Action bietet. Aber trotzdem hört sich das Buch spannend an, gerade aufgrund der Fragen, die du geschildert hast und passend für die Urlaubszeit ist es natürlich auch.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Geht mir auch so, dass sind nämlich auch die Filme, die dann am meisten im Kopf bleiben und einen doch nachhaltig beeindrucken. Ich hoffe ja, ich finde jemanden der da trotz verwirrendem Trailer mit mir rein möchte. Wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß beim Anschauen.

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    1. Ja, das kann ich sehr gut verstehen. Streckenweise war das Buch schon beinahe langweilig, weil es sehr, sehr lange nur die Hauptperson gab. Irgendwann hatte sich das dann geändert. Actionreich war es dann aber dennoch nicht - also zumindest nicht nach meinem Verständnis. :D

      Lieben Gruß, nossy

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