29.04.2017

[Lesezeit] Da die Menschen böse sind von Marcus Heitz


Ein geschmackloser Streich, ein perfides Experiment oder das Werk eines kranken Verstandes? Im Rahmen seiner Vorlesung zu den Grundlagen des Behaviorismus zeigt Professor Martens seinen Studierenden einen kurzen Filmbeitrag über die exklusive Eröffnung eines Privatclubs. Ein Schreckenszenario folgt! Zuerst werden alle Türen des Clubs verriegelt, dann die Regeln verkündet. Und die klingen einfach: Die Gäste können tun und lassen, was sie wollen. Erst nach vierundzwanzig Stunden öffnen sich die Ausgänge wieder. Und: Im Club stehen jede Menge Drogen und Waffen zur freien Verfügung. Die Gäste wurden bewusst ausgewählt – ein bunter Mix aus allen Schichten und Ideologien. Bald beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Wer schafft es, der Clubhölle zu entkommen? Und wer steckt hinter der Horrorparty?
Kurzbeschreibung: www.amazon.de

Eine ewige Erfahrung lehrt, dass jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu missbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stößt.

Mein erster Heitz. Premiere sozusagen. Ich habe schon öfters mit einem Heitz geliebäugelt, konnte mich aber bisher nicht dazu durchringen einen zu kaufen. Marcus Heitz kenne ich vor allem als Fantasyautor von Die Zwerge oder Die Legenden der Albae. 

Da die Menschen böse sind hat allerdings nichts mit Fantasy zu tun. Es ist viel mehr ein Kurzthriller, der in die menschliche Psyche blickt. Wie verhalten sich die einzelnen Probanden in dieser extremen Situation? Zu welchen außergewöhnlichen Reaktionen und Leistungen sind die Menschen fähig? Geben sie sich ihren tierischen Trieben hin und vergessen Vernunft und Anstand oder siegt das zivilisierte und antrainierte Verhalten? Als ich das Buch las, fühlte ich mich in einen Film versetzt. Nicht nur wegen der sehr bildlichen und realen Beschreibung von Heitz, sondern auch weil ich schon einige Filme in dieser Richtung gesehen habe. Der bekannteste ist wohl Battle Royale oder die etwas harmlosere Reihe Die Tribute von Panem.

Die Geschichte ist spannend erzählt. Einige der vorgestellten Charaktere hätte ich sehr gerne näher kennengelernt, beispielsweise in einer längeren Version des Thrillers. Ab und an musste ich auch schmunzeln.
Mal ehrlich, wer nennt heutzutage einen seiner Charaktere denn Heintje? 😁

Zudem wartet die Geschichte mit den unterschiedlichsten Charakteren auf, die das ganze vielleicht auch etwas unrealistisch macht. Aber das ist auch gut so. Denn wer möchte bei so einer brutalen und blutigen Story schon das Gefühl bekommen, es könnte realistisch sein?

Zum ersten Mal fühlte sich Heintje wie ein Held.
Ein Held wie McClane in Die Hard.

Da die Menschen böse sind wirkt auf mich wie eine kurze Geschichte die Heitz mal zwischendurch schreiben musste, um sich zu entspannen. Eingepackt in einer Rahmenhandlung, die am Ende einen leichten Nachgeschmack hinterlässt. Und mal nebenbei... wäre dies ein Film, bräuchte man so viel Kunstblut, dass man damit getrost auch eine Halle rot streichen könnte oder vielleicht auch zwei Hallen, oder drei... 😉


Kommentare:

  1. Das klingt gut :D
    Ich bin ein Fan von Thrillern, aber das Bücherregal is so voller ungelesener Büchern, dass da erstmal nichts neues zukommt.

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    1. Ich glaub diese Geschichte gibts nur als e-Book. Dein Bücherregal bliebe also verschont. ;)

      Viele Grüße, nossy

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