08.02.2017

[Lesezeit] Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio


New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens - mit dem Traum von einem besseren Leben in Amerika. Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag ... 
Kurzbeschreibung: www.amazon.de

Dieser Junge war fähig, Geschenke zu machen, die mit keinem Geld der Welt zu kaufen waren.
Ruth - Seite 169

Noch kein Buch habe ich gelesen, was mit solch einer Brutalität und Gewalt gespickt war. Klar, wenn du einen Blick in mein Bücherregal riskierst, dann findest du dort auch Bücher in denen es Mord und Totschlag gibt. Aber für gewöhnlich ist es anders als in diesem Buch. Für gewöhnlich sterben die Charaktere einfach - sicher mal mit mehr, mal mit weniger Aufsehen. 


In 'Der Junge, der Träume schenkte' ist es anders. Der Gewaltakt, der vorwiegend an Frauen ausgeübt wird, wird sehr genau beschrieben. Die Gefühle und Emotionen hängen spürbar in der Luft. Ich mag dieses Thema nicht. Ich verstehe nicht wie der Autor immer wieder solche Szenen mal mehr, mal weniger detailreich beschreiben konnte. Es wirkt auf mich, als hätte der Autor seinen Spaß daran gehabt. Eine schreckliche Vorstellung! Es war mir zuwider. Meine Stimmung sank immer mehr, je weiter ich in dem Buch voran kam. Und doch konnte ich das Buch nicht einfach zuklappen, es weg legen und aus meinen Gedanken vertreiben.

Denn da war Ruth, die durch ein Geschenk eine Möglichkeit gefunden hatte sich auszudrücken. Und da war Natale. Christmas. Ein sturer Junge, ein Blender. Ein junger Mann der es verstand, Menschen durch seine Erzählungen Träume zu schenken.


Kommentare:

  1. ich muss sagen, ich stand und stehe dem buch irgendwie auch zwiespältig gegenüber. es war irgendwie anders, berührend, mitreißend, aber auch befremdlich. an diesen einen speziellen gewaltakt kann ich mich zwar nicht mehr mit worten, aber mit gefühlen erinnern.

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    1. Das Buch werde ich bestimmt auch nicht so schnell vergessen können...

      Viele Grüße,
      nossy

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