25.03.2016

Im Land der Gletscher und Vulkane [Teil IX]

Ich habe es getan! Wie ich hier bereits angedeutet hatte und nun in meinem 12.März 2016 Beitrag bereits verraten habe: Ich bin tatsächlich nach Island zurück gekehrt! Für knapp eine Woche hat es mich noch einmal in das Land von Feuer und Eis gezogen. So gerne wollte ich das winterliche Island erleben, die schneebedeckten qualmenden Berge sehen und dem tanzenden Nordlicht gute Nacht sagen - uuuuund es hat geklappt! Yeah! Und dank Billigflieger, super Hotelangebot in Reykjavík und günstiger Hütte auf dem Land mit Selbstverpflegung war dieser kleine Traum auch möglich. Jetzt werde ich aber erst einmal zügig von meiner großen Islandreise weitererzählen.
Námafjall and Hverarönd

  10. Tag in Island


Wir fuhren ins Mývatn Gebiet, statteten dem gleichnamigen See nur einen kurzen, unspektakulären Besuch ab um gleich weiter zum Námafjall zu gelangen. Dieser Vulkan ließ mein Hobbyfotografenherz wieder höher schlagen. Überall dampfte es, Schlammlöcher brodelten vor sich hin, der Schwefel lag in der Luft. Weicher Lehm blieb hartnäckig an den Schuhsohlen hängen, aus Steinhaufen zischte es lautstark während der stinkende Rauch einem die Sicht nehmen konnte. Klick, klick, klick machte meine Kamera während ich die Farbenvielfalt bewunderte.

Aufgrund des mittlerweilen starken Nebels der uns eingeholt hatte, konnten wir dem nächsten Ziel nur wenig abgewinnen. Eigentlich wollten wir den schönen türkisfarbenen Kratersee des Hverfjall bestaunen, gesehen haben wir aber mal rein gar nichts. Also ging es weiter.

Den Leirhnjúkur wollten wir bewandern. Mittlerweile war der Nebel aber einem wunderbaren Dauerregen gewichen. Nun gut, Regensachen übergeworfen und los ging es. Bääähhh... das war nicht meines. Gesehen haben wir natürlich fast nichts. Wie ursprünglich geplant lies es sich so nicht bis zum Gipfel wandern. Die Luft war raus. Meine Laune sank immer weiter in dem Keller. Die schönen Spalten in der erkalteten Lava zu überwinden hob meine Laune nur mäßig. Auch die schönen Farben die der Regen auf der Lava freiwusch konnte daran nichts ändern. Meine Regenhose gab ihren Geist auf. Der Regen drang durch die Sachen. Man, hatte ich vielleicht schlechte Laune! Ich war das nasse Wetter satt. Ich brauchte keine Wärme und auch nicht zwingend Sonne in Island (klar, mit wäre schöner) aber das sind Faktoren auf die man in Island nicht Wetten braucht - aber mal ein bisschen trockenes, stabileres Wetter - dass wäre echt schön gewesen! Aber nein, nur Regen, Regen, Regen. Ich fror durch die Feuchtigkeit wie Espenlaub. Das war vielleicht ätzend!

Und dann kam meine Rettung. Die kleine blaue Lagune - das Naturbad Mývatn! Selbst jetzt noch ein gutes halbes Jahr nach der Reise seufze ich noch wohlig auf, wenn ich an dieses Bad zurück denke. Das Wasser war so wohlig warm, stellenweise sogar richtig heiß. Diese schöne blaue Farbe, ein Traum. Natürlich fing es auch hier zwischendurch an zu regnen, wie sollte es auch anders sein? Allerdings störte es in diesem herrlich warmen Wasser überhaupt nicht. Es dampfte und dampfte und durch den kalten Regen konnte man kurzweilig lediglich eine Armlänge weit blicken. Diese kleine, blaue Lagune (die trotzdem recht groß ist) hatte mir den Tag gerettet! Mein ganzer Körper wärmte sich auf und diese hielt den ganzen restlichen Tag. Mein breites, zufriedenes Grinsen wollte und wollte nicht weichen. Weder als wir auf den Weg zur Unterkunft einen Abstecher beim Pseudokrater Skútustaðagígar machten, noch anschließend beim Wasserfall Goðafoss.
HveraröndHverarönd footsteps in LeirhnjúkurLeirhnjúkur Leirhnjúkur Leirhnjúkur LeirhnjúkurLeirhnjúkur Leirhnjúkur

Kommentare:

  1. Mutig, im März nach Island zu reisen. Aber es ist ein traumhaftes Land. Die Bilder sind wunderschön. Effi von Blogspione

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    1. Das stimmt, Island ist wahrhaftig ein Traum! :)

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  2. jaja, dieses OMG regen regen regen ich mag nicht mehr-erlebnis hatte ich in irland auch. das ist ganz schön anstrengend, wenn man den ganzen tag draußen ist und selbst funktionskleidung nicht mehr wirklich nützt. wie schön, dass du so ein wunderbares abschlusserlebnis hattest!

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    1. Das war meine Rettung, sonst hätte ich für nichts mehr garantieren können! :D

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