29.11.2015

Advent, Advent



Ein Lichtlein brennt

Darf ich vorstellen? Mein eigens 'gebastelter' Adventskranz! Kein großes  Wunderwerk, keine superdupperextrovagantostylische Weihanchtsdeko, kein Hexenwerk.
Einfach eine lange Dekoschale, vier goldene Kerzen, ein bisschen Moos, Dekoholzsterne, Zimtstangen, eine Handvoll kleine Zapfen und drei minihaften Weihnachtsbaumkugeln - und fertig ist das kleine Schmuckstück, dass jetzt jeden Sonntag ein kleines Highlight sein wird, bis der große Weihnachtsabend da ist. 

So wirklich stehe ich ja nicht auf Deko. Ich bin kein Fan von ständig hinstellen, wieder abräumen, nächstes Saison-Thema hinstellen, wieder wegräumen, usw., usw. Aber ein Adventskranz um ein bisschen in weihnachtliche Stimmung zu kommen, darf es gerne sein. Ich bewundere immer diejenigen bei denen sich wie aus Zauberhand die Wohnung immer in ein ganzes weihnachtliches Fachgeschäft verwandelt, wo nur noch die kleinen Preisschildchen fehlen. Und dann freue ich mich, dass mich das nicht beim putzen stört und ich das auch nicht alles wegräumen muss. hihi

In diesem Sinne: 

Eine frohe Adventszeit!



23.11.2015

[Lesezeit] Meine Seele weiß von Dir von Sabine Ludwigs

Ein folgenschwerer Augenblick in einer Nacht und die Vergangenheit der Goldschmiedin Sina-Mareen liegt im Dunklen. Retrograde Amnesie lautet die Diagnose, als sie nach einem Ertrinkungsunfall in der Klinik erwacht. Einzige nebulöse Erinnerung: eine Männerstimme, die droht, sie umzubringen. Verstört sucht sie Zuflucht in einem Schrank. Sie schließt die Türen, sperrt die ganze verwirrende Welt mit ihren Menschen aus, verlässt diesen Hort lediglich zum Schlafen, Duschen, Essen und zur Visite. Nur dort, in der dämmrigen Stille, allein mit sich selbst, fühlt Sina-Mareen sich einigermaßen sicher. Was ist passiert? Von ihrem einzigen Besucher, ihrem Mann Leander, einem Radiomoderator, der für sie ebenfalls ein vollkommener Fremder ist, erfährt sie nichts, was ihr weiterhilft. Da sie auch während seiner Anwesenheit ihre Zufluchtstätte nie verlässt, verliebt sie sich blindlings in seine Stimme und am Tag ihrer Entlassung, als sie ihm erstmals gegenübersteht, in ihn selbst. Wieder zuhause bemerkt Sina-Mareen, dass Leander sich ihr gegenüber zwar freundlich, aber distanziert verhält. Sie fühlt sich fremd und verlassen. Erneut zieht sie sich in einen Schrank zurück, ihren opalfarbenen Elfenbeinturm. Nur langsam fasst sie Fuß. Die Erforschung ihrer eigenen Vergangenheit führt sie zunächst ins Leere. Der Versuch, ihre Persönlichkeit zu rekonstruieren, scheitert. Nichts ist gewiss! Und das wenige, was sie herausfindet, versetzt ihr einen Schock: So ist sie offenbar stark ichbezogen. Ihre Ehe mit Leander, der bei einer anderen Frau lebt, ist am Ende. Sie selbst hatte einen geheimnisvollen Liebhaber - einen Maler mit den Initialen H. H., der ihr noch immer im Verborgenen nachstellt, obwohl sie sich augenscheinlich von ihm getrennt hat. Und dann liegt da noch diese vage Drohung in der Luft: Ich bring dich um. Wieso, weshalb, warum all das erschließt sich ihr nicht. Nach und nach findet sie neue Dinge über eine Fremde sich selbst heraus und entdeckt, dass sie diese nicht mag. Ihr wird klar: Sie ist nicht länger Sina-Mareen, sondern einfach nur Sina. Sina betrachtet den Verlust ihrer Identität nicht als Katastrophe, sondern als zweite Chance. Auch als sie ihr Gedächtnis wiedererlangt und sich eine verblüffende Wahrheit offenbart, bleibt sie Sina. Und sie zweifelt nicht daran, dass Leander der Mann ihres Lebens ist. Unbeirrt hält sie an ihm und ihrer leidenschaftlichen Liebe zu ihm fest. Selbst dann noch, als alles verloren scheint.
'Meine Seele weiß von dir' ist ein, spannender, gefühlvoller und mitunter amüsanter Unterhaltungsroman über das Vergessen und Erinnern. Eine Geschichte über die Liebe, das Verzeihen und eine packende Reise in die Vergangenheit einer vielschichtigen Frau, die sich neu erfindet. 
Bild und Text: www.amazon.de

08.11.2015

Im Land der Gletscher und Vulkane [Teil V]

5. und 6. Tag in Island

Zugegeben, irgendwie ist mir gerade nicht danach riesige Texte zu schreiben. Beide Island-Tage können auch gut zusammen gefasst werden. Denn am 5. Tag unserer Islandreise hat es so stark geregnet, dass man nur ein paar Schritte weit blicken konnte und das beinahe den ganzen Tag. Was nicht nur zur Folge hatte, dass wir eigentlich lieber irgendwo im trockenen geblieben wären, nein auch alle Stationen die wir an diesem Tag unserer Rundreise angesteuert hatten, mussten wir am nächsten Tag erneut ansteuern, da einfach nichts zu sehen war. In Hamburg sagen wie dazu "Schietwetter!". Trotzdem wanderten wir zumindest ein paar Stunden am  Gletschersee Jökulsárlón entlang. Irgendwas muss man ja machen...


Tags darauf hatte sich das Wetter wenigstens ein bisschen aufgeklärt. Sodass wir eine Bootsfahrt auf dem Gletschersee machen konnten und sogar noch die beeindruckende Gletscherzunge Breidamerkurjökull sahen. Bei einer weiteren Wanderung, diesmal im Skaftafell-Nationalpark, genossen wir das raue Wetter dieses kleinen Islands. Immer wieder überraschte uns der Regen. Der Boden war elendig aufgeweicht und matschig. Das Wetter anstrengend. Aber gerade diese Erinnerung an den kalten Niesel im Gesicht, die Schneehühner die im Nieselregen zwar perfekt getarnt aber vor meinem Auge trotzdem nicht sicher waren, macht mich gerade irgendwie glücklich. Vielleicht trägt die Musik die gerade bei mir im Hintergrund läuft einen gewissen Anteil dazu bei.