26.10.2015

Von Treue und Treulosen.


Treue ist ein zaghaftes Band. Ein Band das nach und nach von mindestens zwei Seiten geknüpft wird. Es ist eine Eigenschaft für die sich jeder irgendwann einmal in seinem Leben entscheidet; Treue zu einem Menschen, einer Sache oder Treue zu sich und seinen eigenen Prinzipien. Wikipedia sagt zur Treue, dass es eine Tugend ist, welches die Verlässlichkeit eines Akteurs gegenüber einem anderen, einem Kollektiv oder einer Sache ausdrückt. Sie basiert auf gegenseitigem Vertrauen und Loyalität, sie ist aber nicht der Beweis dafür, dass der Gegenstand der Treue ihrer auch würdig ist. 




Treue ist wahrlich etwas schönes. Wir sind treu zu unserem Partner, zu unseren Freunden und unserer Familie oder unserem Arbeitgeber. Und doch kennt sicher jeder mindestens eine Person die schon einmal nicht treu zu seinen Liebsten war, oder seinem Arbeitgeber keine Treue entgegen brachte. Treue entsteht durch ein hohes Maß an Vertrauen, Sicherheit, Glauben und Hoffnung. Aber bei all dieser Treue sollten wir doch nie vergessen, dass es oft wichtiger ist, dass wir uns vorallem selbst treu sind. Andere können Fehler machen, Entscheidungen treffen die wir nicht tragen können oder wollen, die uns enttäuschen. Treue zeichnet aus, dass wir trotzdem zu diesen Menschen stehen. Aber was ist, wenn das Maß irgendwann voll ist? Wenn zu viele Fehlentscheidungen getroffen wurden? Wenn unsere eigenen Bedürfnisse und unsere eigene Meinung nicht mehr beachtet wird? Wenn wir nicht mehr auf das Handeln des anderen vertrauen können? Wir müssen für uns selbst entscheiden, wie wir damit umgehen wollen. 

Treue ist ein Gut das man sich verdienen muss - und das man verlieren kann. Treue zu jemand anderen, sollte niemals über unsere eigene Wertvorstellung stehen. So kann es passieren, dass wir Lebewohl sagen müssen, wenn die Straße am dunkelsten ist. Damit wir uns selbst treu bleiben können.

25.10.2015

[Heimatliebe] Waldspaziergang

Was für ein wunderschönes Herbstwochenende! So viele bunte Farben. Überall strahlt es in Gelb, Grün, Orange und Rot. Der Herbst zeigt sich gerade wirklich von seiner schönsten Seite. Mit der U-Bahn geht es Ruckzuck raus aus der Großstadt und hinein in den Wald wo Ruhe und Entspannung wartet.













19.10.2015

Im Land der Gletscher und Vulkane [Teil IV]

Bin ich vielleicht müde, dass muss die immer länger andauernde Dunkelheit sein. Morgens komme ich so gut wie gar nicht aus dem Bett und Nachmittags erwischt mich ein Hängerchen eiskalt. Meine Island-Erkältung ist auch immer noch nicht ganz überstanden. Der Husten ist hartnäckig. Wobei hartnäckig ist gar kein Ausdruck, immerhin sind es beinahe 7 Wochen seitdem ich wieder im herbstlichen Deutschland bin. Für Müdigkeit war in Island gar keine Zeit. 

3. Tag in Island


Der Tag begann im Heimatmuseum Byggðasafnið að Skógum. Das ganze Museum war eine Lebensaufgabe eines einzelnen Mannes, der seine Heimat Island so sehr liebte, dass er alles zusammen trug. Alte Überbleibsel aus der alten Wikingerzeit können hier betrachtet werden und ein Herr war nicht nur so nett und hat uns einiges über all die alten Fundstücke und die vergangene Zeit erzählt, er hat uns auch ein paar Kostproben seiner kräftigen Gesangsstimme präsentiert. Hier gab es auch neben einigen alten Torfhäusern mit Grasdächern süße, kleine Elfenhäuschen zu begutachten. Das war soooo niedliche. Und irgendwie sind diese kleinen Häuschen niemand anderes ausgefallen. Ich meine, so extrem klein waren sie nun auch wieder nicht, aber was solls, so gehörte die kleine Ecke meinem Freund und mir und wir konnten ungestört fotografieren. Herrlich!