28.07.2015

[Lesezeit] Nuramon von James A. Sullivan


»Eine Reise endet hier, eine neue beginnt.« So endet die Geschichte von Noroelle, Farodin und Nuramon im Bestseller-Epos »Die Elfen«, doch für Nuramon, den letzten Elfen in der Welt der Menschen, ist es auch ein neuer Anfang. Von seiner großen Liebe zurückgewiesen, von seinem besten Freund getrennt und gestrandet auf einem fremden Kontinent, beginnt für Nuramon das größte Abenteuer seines Lebens ― ein Abenteuer voller Intrigen, Gefahren und Magie ... Ein atemberaubendes Epos ― endlich erzählt James Sullivan die Geschichte der sagenumwobensten Figur der deutschen Fantastik.
Kurzbeschreibung: www.amazon.de


Dieses Buch habe ich mal ausnahmsweise nicht verschlungen, aber dennoch recht zügig durchgelesen. Eine Nette Geschichte, aber so ganz war es nicht der Nuramon wie ich ihn in Erinnerung hatte. Es ist einige Jahre her als ich Die Elfen las und Nuramon war stets geheimnisvoll, ein Dichter und Minesänger, ein Kämpfer im Herzen und ein Zauberer Widerwillen.
Aber hier ist es als wäre er eine andere Person, ein mächtiger Magier dem auch der schwierigste Zauber gelingt. Ja... ab und an schrammt er haarscharf am Tod vorbei, aber alles so... emotionslos. Er ist der letzte Elf, der letzte seinesgleichen in der Welt der Menschen. Er kann nicht in das Moondlicht gelangen, das was für jeden Elf das erstrebenswerteste überhaupt ist. Und alle Nahtoderfahrungen erscheinen wie dahingeschmiert. Tatsachenbericht, anstatt gefühlvolle Erzählung.

Vermochte es Bernhard Henning mit Die Elfen sämtliche Emotionen des Lesers anzusprechen und so seinen Figuren Leben ein zu hauchen, so wurde die Messlatte für Sullivans Nuramon einfach zu hoch angesetzt.

Auch die ständigen Rückblicke und Hinweise aus den Abenteuern in Die Elfen lassen Nuramon nicht mehr zu dem Nuramon werden, der er einst war. Dabei hätte es viel einfacher sein können den Leser auf Nuramons Entwicklungsweg mitzunehmen. Die Geschichte hätte dort beginnen sollen, wo die andere geendet hat - und nicht ca. 80 Jahre später. 

Vielleicht hätte diese Geschichte einfach die Geschichte eines anderen Elfen werden sollen.

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