30.12.2015

[Lesezeit] Mein Buchjahr 2015

Ich habe es nicht für möglich gehalten, aber es ist wahr! Unglaublich! In diesem Jahr habe ich tatsächlich unglaubliche 13 Bücher leer gelesen!

Immerhin bin ich im ersten Halbjahr 2015 zu ähm... (überhaupt!) nichts gekommen. Also wenn ich das jetzt hochrechnen würde, könnte ich mit 26 (!) Büchern angeben!  Aber das mache ich natürlich nicht. ;D
Anfang des Jahres bin ich umgezogen, eine neue, größere Wohnung wollte eingerichtet werden, zudem hatte mich mein Job so dermaßen gefordert, dass ich abends nur noch erschöpft auf dem Sofa zusammengeklappt bin (und dann wollten Hund, der Herzmensch und Freunde trotzdem noch ein Stück nossy haben  x.x ). Es war tierisch anstrengend, nervenzerreißend und aufwühlend. Filmemacher hätten mit Sicherheit grandiose GZSZ-Folgen drehen können! 

Und dann kam der Sommer. Alles rückte langsam ins rechte Lot und ich fand wieder Zeit für mich, Zeit für die schönen Dinge im Leben. Zeit zum lesen und Zeit zum bloggen.

Heute möchte ich meine Lesezeitschätze aus 2015  zusammenfassen.
Mich begleiteten in meiner diesjährigen Lesezeit:

Gelesen habe ich fast ausschließlich auf meinem E-Reader. Nur ein einziges Buch hatte ich tatsächlich in den Händen. Der E-Reader ist einfach so super praktisch. Eingepackt in der Handtasche kann ich während jeder Bahnfahrt und auch in der Mittagspause ein paar Seiten verschlingen.

Die zwei noch nicht präsentierten Bücher werde ich natürlich auch noch zeigen. Allerdings erst in 2016... Versprochen!

Im neuen Jahr werden sicher auch wieder einige Schätze den Weg in mein Bücherregal finden, einige sind noch von diesem Jahr offen, die ich bereits angefangen, aber noch nicht beendet habe; u.a. Die Känguru-Chroniken von Marc-Uew Kling. Insgesamt warten gerade vier Bücher darauf beendet zu werden...

Frohes Neues!

26.12.2015

Im Land der Gletscher und Vulkane [Teil VII]

Langsam muss ich mich mal ran halten, sonst ist dieser kleine Reisebericht noch nicht fertig, wenn ich schon wieder erneut auf dem Weg nach Island bin. Denn erst die Hälfte der Reise habe ich hier verewigt, ein paar Zusammenfassungen fehlen also noch. Du darfst dich also freuen!


8. Tag in Island


Das Wetter war an diesem Tag absolut fantastisch! Morgens eher verhalten und dann Mittags: Sonnenschein ohne Ende die den Körper erwärmte und mein Gemüt erfreute. Ein bisschen warm für isländische Verhältnisse vielleicht, aber mich hat es überhaupt nicht gestört. Nicht bis wir zu wandern anfingen, aber da wurden die Temperaturen auch schon wieder milder.

Der Tag begann im Hochland. Die karge, raue Landschaft war grau, steinig und am Horizont mit Bergen gesäumt. Früher wurden hier die Verbrecher ausgesetzt, die das Hochland nicht verlassen durften. Überleben erscheint in dieser Landschaft unmöglich, nicht einmal Gras wächst hier, sodass sich ein Schaf hierher verirren könnte. Unser Weg führte uns zum Hof Möðrudalur, wo wir eine Pause einlegten. Besonders witzig fand ich die "Tankstelle"! Ein kleiner Polarfuchs trieb sich in der Nähe des Hofes herum, gesehen habe ich ihn aber leider nicht.

23.12.2015

[Lesezeit] Paradox: Am Abgrund der Ewigkeit von Phillip P. Peterson

„Außerirdische? Hier draußen?“, fragte Ed ungläubig. 
David wandte den Blick von der sternenlosen Finsternis hinter den Cockpitfenstern ab und sah Ed direkt in die Augen.
„Sie sind hier irgendwo. Und sie wollen nicht, dass wir unser Sonnensystem verlassen!“

Astronaut Ed Walker wird zum Helden, als er seine Crew mit einem spektakulären Außenbordeinsatz aus den Trümmern der Internationalen Raumstation ISS rettet. Nun wird ihm die Leitung der ersten Expedition der Menschheit an den Rand des Sonnensystems anvertraut, an der auch der junge Wissenschaftler David Holmes teilnimmt, der das rätselhafte Verschwinden einiger Raumsonden jenseits der Plutobahn untersucht. In der Leere des interstellaren Raumes werden die Astronauten mit einem unglaublichen Geheimnis konfrontiert, das ihr Bild vom Universum auf den Kopf stellt. Und erneut muss Ed um das Leben seiner Besatzung kämpfen.

Bild und Kurzbeschreibung: www.amazon.de

Eigentlich ist das ein Buch, dass aus zwei Geschichten irgendwie zusammengefasst wurde. Jede Geschichte kann auch für sich betrachtet einzeln funktionieren. Nur irgendwie betrifft es zum Großteil die gleichen Protagonisten und irgendwie erscheint es mir, musste man es daher zu einer Geschichte zusammenfassen. Einzeln betrachtet wären sie vielleicht zu langweilig gewesen oder was weiß ich. Fakt ist, die ersten 60% des Buches sind schon hart zu lesen. Verdammt hart. Technik, Astronauten-Alltagsleben, NASA-Geplänkel, uninteressante Fakten die sicher nur Leute vom Fach (oder kleine und große Nerds ) ansprechend finden. Und dann... ging alles plötzlich so rasant schnell!

Ich mag die physikalischen "Ausflüge", ich mag die unterschiedlichen Charaktere mit ihren Ecken und Kanten - wobei hier der ein oder andere noch ausbaufähig ist, ich mag die Grundidee und ich mag einfach Sci-Fi. ♥

Was Hard-Sci-Fi sein soll konnte ich mir allerdings vor diesem Buch nicht vorstellen, jetzt weiß ich es. Es ist nicht mein's. Es war für mich einfach zu viel des Guten. Technik, Technik, unverständliche Abkürzungen, bääähhh.... da bin ich auch immer bei anderen Storys irgendwann ausgestiegen. Was soll's... Ach und übrigens, das Ende lies mich übrigens schmunzeln - aller aller spätestens hier merkt man: dass kann kein Amerikaner geschrieben haben!

21.12.2015

Das Erwachen der Macht.


Samstag war ich im neuen Star Wars Teil VII - Das Erwachen der Macht. Ich mochte das Star Wars Universum schon immer! So war ich natürlich sehr gespannt auf den neuesten Teil.

Alte Bekannte wie Han Solo, Leia, Chewbacca und natürlich  C-3PO und R2-D2 spielten neben einer Vielzahl neuer Gesichter mit. Darunter dieses kleine, drollige Kerlchen. BB8

Dieser kleine Charmante Droide hat es mir angetan. Er bietet im Star Wars Universum nicht nur eine neue Technick, er erinnerte mich aufgrund seines Verhaltens an ein kleines, treudoofes Hündchen (besonders an meinen eigenen *hüstel* ) - der nebenbei bemerkt für den ein und anderen Lacher im Kinosaal sorgte. Nachdem wir den Film auseinander genommen haben und über Andeutungen diskutierten, wollte ich eigentlich meinen Schreibtisch aufräumen. Daraus wurde irgendwie nichts... stattdessen wollte der kleine Kerl verewigt werden.


Das Erwachen der Macht sorgte also auch bei mir in gewisser Art und Weise für ein Erwachen der Macht, nämlich tatsächlich was aufs Papier zu bekommen.

Meinen Bleistift hat übrigens der Hund schon angenagt, deswegen ist er ein wenig öhm... durchlöchert. Und er wollte natürlich auch mit aufs Foto.


Ich freue mich schon jetzt riiiiiesig auf den nächsten Star Wars, auch wenn es jetzt erst einmal warten bis 2017 heißt... 

19.12.2015

Wenn ich Zeit hätte, würde ich...

...mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen.
...mehr lesen.
...öfter mal Sport treiben.
....ein neues Hobby ausprobieren.
....

Sicher hast du so etwas schon einmal gehört, selbst gesagt, gedacht, dir im tiefsten inneren vorgestellt und gewünscht?

Was genau würdest DU tun, wenn du mehr Zeit hättest? 


Welcher Gedanke kommt dir? Wenn ich dir jetzt einfach so ein paar Stunden am Tag schenken würde? Es liegt in der Natur des Menschen zu träumen und zu fantasieren. Wohin führt dich deine Kreativität? Möchtest du vielleicht etwas viel "größeres"? Auswandern? Einen Bauernhof eröffnen? Ein Hotel betreiben? Eine Tierpension? Mehr soziales Engagement zeigen?
Wenn du dein Leben vollkommen neu gestalten könntest, wie würde es aussehen?

Was hält dich davon ab, genau DAS zu tun?


Eben jene Zeit die dir fehlt? Oder ist es nicht viel eher die Angst vor dem Unbekannten, die Angst zu versagen, die Scham das man zu egoistisch sei oder Schuldgefühle dabei anderen vor dem Kopf zu stoßen?



Niemand anderes als  Sie selbst, gibt  ihnen die Erlaubnis, Zeit zu verbringen wie Sie es wollen.

- Zeitbetrachtung frei nach Steven Covey -





Wie würde DEIN Leben aussehen, wenn du entscheidest Zeit anders zu verbringen?


Eine Frage über die es sich lohnt nachzudenken. Viele tun dies allerdings erst nachdem sie einen Einschnitt in ihrem Leben erfahren mussten, ein Schicksalsschlag, einen Trauerfall. Oder - und das ist der schönere Grund - nachdem sie ihr Leben einmal für ein paar Wochen anders verbringen durften.
Ich bin der Meinung diese Fragen sollte sich jeder immer mal wieder stellen. Sein eigenes Leben hinterfragen. Prüfen ob man nicht doch etwas anderes machen möchte. Oder ob man im Grunde nicht so wie es gerade ist absolut zufrieden ist.

Ehrlich gesagt, ich könnte mir mein Leben derzeit nicht anders vorstellen. Ich habe einen Job der mich Tag für Tag neu fordert, der mich bereichert und manchmal auch die Haare raufen lässt - aber genau das ist es was ich will. Ich will die Emotionen, die mir zeigen das ich Lebe und fühle, ich will diese Herausforderung an der ich wachsen und mich entwickeln kann. Ich habe einen wunderbaren Herzmenschen gefunden, Freunde die immer in meinen Gedanken sind egal wie groß die Entfernung gerade ist und ein liebevolles Tier das mich immer wieder erfreut. Was sollte ich mehr wollen? Ich bin absolut zufrieden.

Wie sieht es bei dir aus?



17.12.2015

[Lesezeit] Edward auf Reisen von Craig Lancaster

Für den zweiundvierzigjährigen Edward Stanton mit Asperger-Syndrom war es ein aufregendes Jahr. Er hat seinen Job verloren. Seine geschätzte Therapeutin ist in den Ruhestand gegangen. Seine besten Freunde sind weggezogen. Sogar sein allabendliches Ritual, eine Folge der alten Fernsehserie »Polizeibericht« zu sehen, musste er aufgeben. Durch all diese Veränderungen ist Edward, der sich auf ein Leben mit geregelten Abläufen verlassen will, höchst irritiert.
Doch dann ruft seine Freundin Donna an, weil ihr Sohn Kyle in Schwierigkeiten steckt. Edward verlässt sein geschütztes Zuhause in Billings, Montana, und fährt nach Boise, Idaho, um dort festzustellen, dass Kyle sich von einem lieben, kleinen Jungen in einen trotzigen Teenager verwandelt hat.
Als Reaktion auf seine wiederholten Träume von der Vergangenheit beschließt Edward, eine Kleinstadt in Colorado aufzusuchen, in die ihn einst sein verstorbener Vater mitnahm – nun mit Kyle als unerwartetem Reisegefährten. Die beiden streiten über Football, Musik und die Regeln des täglichen Lebens und treffen auf eine exzentrische Motelbesitzerin, die für Edward die Liebe seines behüteten Lebens werden könnte.
Ergreifend, herzerwärmend und mit viel Humor beschreibt Autor Craig Lancaster nach »600 Stunden aus Edwards Leben«, wie es für seinen liebenswerten Protagonisten weitergeht.
Bild und Kurzbeschreibung: www.amazon.de

Ich mag Edward. Er ist ein absolt liebswerter Mensch. Verschroben ja, aber irgendwie muss man ihn einfach ins Herz schließen. Zufällig bin ich auf den zweiten Teil gestoßen, da ich gar nicht wusste, dass es eine Fortsetzung, bzw. einen weiteren Teil gibt der aus Edwards Leben berichtet. Umso mehr freute ich mich erneut in Edwards Leben eintauchen zu dürfen!

12.12.2015

Im Land der Gletscher und Vulkane [Teil VI]

Unsere Reise ging weiter. Ein paar weitere Highlights sollten uns auf unserer Islandreise noch begegnen. Unser Guide wurde nicht müde uns viele Märchen, Sagen und Legenden zu erzählen. Heute muss ich sagen, ich glaube es waren zu viele! Denn merken konnte ich mir wahrlich nur einen Bruchteil. Schade eigentlich...



7. Tag in Island


Am siebten Tag waren wir viel im Auto unterwegs, wir mussten ein wenig Strecke schaffen. Trotzdem nutzten wir immer wieder die Gelegenheit für einen Zwischenstopp und für einen kleinen Spaziergang. So fuhren wir entlang des Schwanenfjords, schlenderten über schwarze Steinstrände, auf dem ich gleich ein Fischskelett entdeckte, über Küsten an deren Füßen der Wind das Meer peitschte,  und wir gönnten uns kleine Pausen in Cafès mit leckerem warmen Kakao. Die Sonne bot endlich eine geniale Abwechslung zum tristen Nebel Tags zu vor. Das Land zeigte uns seine bunte Vielfalt, auch ohne Blumen wohl bemerkt. Und ich genoss verdammt nochmal jeden Sonnenstrahl! Ach, war das herrlich! Frisch war es trotzdem, klar. Doch nichts geht über Gute-Laune-Wetter, endlose Weite und viel, viel Natur.

06.12.2015

[Lesezeit] Reset von Jens Bühler


»Die Horde kreischte, wie tausend kaputte Kreissägen. Wovor liefen die weg? Demirs Verstand blockierte. Während die Bilder durch seine Augen hindurch ins Nichts liefen, meldete sich ein urzeitlicher Instinkt. Die flohen nicht. Die jagten.« Ein Feuersturm der Wut verbrennt die Welt. Innerhalb von Stunden verwandelt sich ein Großteil der Menschheit in reißende Bestien. Zwei Gruppen von Überlebenden hetzen durch Frankfurt. Während sie versuchen, der Hölle zu entkommen, entdecken Wissenschaftler der letzten verbliebenen Forschungsanlage, dass die eigentliche Katastrophe noch gar nicht begonnen hat. Beim Kampf ums Überleben zählt nur der Sieg. Zweite Plätze gibt es nicht. Ein temporeicher Thriller aus der Apokalypse.
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Boah, was für ein Buch. Eines Tages fand ich dieses Buch auf meinem Kindle - ich musste es mir mal gekauft haben, als es für'n Appel und 'n Ei im Angebot war - und ich konnte mich überhaupt nicht mehr erinnern worum es in dem Buch gehen sollte. Mangels Alternativen auf meinem Kindle und einer todlangweiligen Bahnfahrt begann ich also zu lesen. Da ich mich seit ein paar Tagen auch noch ein Lesebann ergriffen hatte, interessierte es mich noch weniger worum es in dem Buch überhaupt gehen sollte... So las ich also.... Anfangs dachte ich noch es geht um einen Thriller, bis ich bemerkte: Moment mal, das sind Zombies! Tja, so las ich mein erstes (und bisher einzigstes) Zombiebuch überhaupt. 
Im Gegensatz zu vielen Zombiefilmen endet das Buch irgendwie...  naja untypisch eben. Wobei ich die Begründung für den Ausbruch des Zombieschaffenden Fiebers bis zu einem bestimmten Punkt sogar recht interessant fand. Aber lest lieber selbst.


01.12.2015

[Lesezeit] Transport von Phillip P. Peterson

Nachdem er einen Mord begangen hat, wartet Elitesoldat Russell Harris im Gefängnis auf seine bevorstehende Hinrichtung. Er bekommt jedoch unerwartet eine letzte Chance. Mit neun anderen Häftlingen soll er sich von einem außerirdischen Artefakt zu fremden Sternsystemen transportieren lassen und die Umgebung erkunden. Doch das Unternehmen entpuppt sich als gnadenloses Todeskommando, nachdem der erste Freiwillige auf grauenhafte Weise stirbt. Russell und seinen Kameraden wird klar, dass sie das Projekt nicht überleben werden. Der einzige Ausweg besteht darin, das Geheimnis der Teleporter zu lüften. Aber das ist gar nicht so einfach – denn von den Erbauern fehlt jede Spur. 
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Inspiriert vom Kinofilm "Der Marsianer" wollte ich gerne ein Sci-Fi-Buch lesen. Irgendwas das den  menschenlichen Drang das Weltall zu entdecken befriedigt, das mich sachlich nach den Sternen greifen lässt, das eine mögliche Realität fantasievoll ausschmückt. Science-Fiction eben.
Nach einer Empfehlung griff ich daher zu Petersons Transport. Viel Sterne gab es zwar nicht in dem Sinne, dafür aber peinlich genaue Beschreibungen von Astronauten äh... -praktiken. Abkürzungen die ich mir niemals merken werde, die mich auch eher weniger interessieren... die aber andererseits einen netten Einblick in die Welt von NASA und Co. gegeben haben. Abgesehen davon, war das Buch ab etwa der Hälfte schon verdammt spannend!!

29.11.2015

Advent, Advent



Ein Lichtlein brennt

Darf ich vorstellen? Mein eigens 'gebastelter' Adventskranz! Kein großes  Wunderwerk, keine superdupperextrovagantostylische Weihanchtsdeko, kein Hexenwerk.
Einfach eine lange Dekoschale, vier goldene Kerzen, ein bisschen Moos, Dekoholzsterne, Zimtstangen, eine Handvoll kleine Zapfen und drei minihaften Weihnachtsbaumkugeln - und fertig ist das kleine Schmuckstück, dass jetzt jeden Sonntag ein kleines Highlight sein wird, bis der große Weihnachtsabend da ist. 

So wirklich stehe ich ja nicht auf Deko. Ich bin kein Fan von ständig hinstellen, wieder abräumen, nächstes Saison-Thema hinstellen, wieder wegräumen, usw., usw. Aber ein Adventskranz um ein bisschen in weihnachtliche Stimmung zu kommen, darf es gerne sein. Ich bewundere immer diejenigen bei denen sich wie aus Zauberhand die Wohnung immer in ein ganzes weihnachtliches Fachgeschäft verwandelt, wo nur noch die kleinen Preisschildchen fehlen. Und dann freue ich mich, dass mich das nicht beim putzen stört und ich das auch nicht alles wegräumen muss. hihi

In diesem Sinne: 

Eine frohe Adventszeit!



23.11.2015

[Lesezeit] Meine Seele weiß von Dir von Sabine Ludwigs

Ein folgenschwerer Augenblick in einer Nacht und die Vergangenheit der Goldschmiedin Sina-Mareen liegt im Dunklen. Retrograde Amnesie lautet die Diagnose, als sie nach einem Ertrinkungsunfall in der Klinik erwacht. Einzige nebulöse Erinnerung: eine Männerstimme, die droht, sie umzubringen. Verstört sucht sie Zuflucht in einem Schrank. Sie schließt die Türen, sperrt die ganze verwirrende Welt mit ihren Menschen aus, verlässt diesen Hort lediglich zum Schlafen, Duschen, Essen und zur Visite. Nur dort, in der dämmrigen Stille, allein mit sich selbst, fühlt Sina-Mareen sich einigermaßen sicher. Was ist passiert? Von ihrem einzigen Besucher, ihrem Mann Leander, einem Radiomoderator, der für sie ebenfalls ein vollkommener Fremder ist, erfährt sie nichts, was ihr weiterhilft. Da sie auch während seiner Anwesenheit ihre Zufluchtstätte nie verlässt, verliebt sie sich blindlings in seine Stimme und am Tag ihrer Entlassung, als sie ihm erstmals gegenübersteht, in ihn selbst. Wieder zuhause bemerkt Sina-Mareen, dass Leander sich ihr gegenüber zwar freundlich, aber distanziert verhält. Sie fühlt sich fremd und verlassen. Erneut zieht sie sich in einen Schrank zurück, ihren opalfarbenen Elfenbeinturm. Nur langsam fasst sie Fuß. Die Erforschung ihrer eigenen Vergangenheit führt sie zunächst ins Leere. Der Versuch, ihre Persönlichkeit zu rekonstruieren, scheitert. Nichts ist gewiss! Und das wenige, was sie herausfindet, versetzt ihr einen Schock: So ist sie offenbar stark ichbezogen. Ihre Ehe mit Leander, der bei einer anderen Frau lebt, ist am Ende. Sie selbst hatte einen geheimnisvollen Liebhaber - einen Maler mit den Initialen H. H., der ihr noch immer im Verborgenen nachstellt, obwohl sie sich augenscheinlich von ihm getrennt hat. Und dann liegt da noch diese vage Drohung in der Luft: Ich bring dich um. Wieso, weshalb, warum all das erschließt sich ihr nicht. Nach und nach findet sie neue Dinge über eine Fremde sich selbst heraus und entdeckt, dass sie diese nicht mag. Ihr wird klar: Sie ist nicht länger Sina-Mareen, sondern einfach nur Sina. Sina betrachtet den Verlust ihrer Identität nicht als Katastrophe, sondern als zweite Chance. Auch als sie ihr Gedächtnis wiedererlangt und sich eine verblüffende Wahrheit offenbart, bleibt sie Sina. Und sie zweifelt nicht daran, dass Leander der Mann ihres Lebens ist. Unbeirrt hält sie an ihm und ihrer leidenschaftlichen Liebe zu ihm fest. Selbst dann noch, als alles verloren scheint.
'Meine Seele weiß von dir' ist ein, spannender, gefühlvoller und mitunter amüsanter Unterhaltungsroman über das Vergessen und Erinnern. Eine Geschichte über die Liebe, das Verzeihen und eine packende Reise in die Vergangenheit einer vielschichtigen Frau, die sich neu erfindet. 
Bild und Text: www.amazon.de

08.11.2015

Im Land der Gletscher und Vulkane [Teil V]

5. und 6. Tag in Island

Zugegeben, irgendwie ist mir gerade nicht danach riesige Texte zu schreiben. Beide Island-Tage können auch gut zusammen gefasst werden. Denn am 5. Tag unserer Islandreise hat es so stark geregnet, dass man nur ein paar Schritte weit blicken konnte und das beinahe den ganzen Tag. Was nicht nur zur Folge hatte, dass wir eigentlich lieber irgendwo im trockenen geblieben wären, nein auch alle Stationen die wir an diesem Tag unserer Rundreise angesteuert hatten, mussten wir am nächsten Tag erneut ansteuern, da einfach nichts zu sehen war. In Hamburg sagen wie dazu "Schietwetter!". Trotzdem wanderten wir zumindest ein paar Stunden am  Gletschersee Jökulsárlón entlang. Irgendwas muss man ja machen...


Tags darauf hatte sich das Wetter wenigstens ein bisschen aufgeklärt. Sodass wir eine Bootsfahrt auf dem Gletschersee machen konnten und sogar noch die beeindruckende Gletscherzunge Breidamerkurjökull sahen. Bei einer weiteren Wanderung, diesmal im Skaftafell-Nationalpark, genossen wir das raue Wetter dieses kleinen Islands. Immer wieder überraschte uns der Regen. Der Boden war elendig aufgeweicht und matschig. Das Wetter anstrengend. Aber gerade diese Erinnerung an den kalten Niesel im Gesicht, die Schneehühner die im Nieselregen zwar perfekt getarnt aber vor meinem Auge trotzdem nicht sicher waren, macht mich gerade irgendwie glücklich. Vielleicht trägt die Musik die gerade bei mir im Hintergrund läuft einen gewissen Anteil dazu bei.

26.10.2015

Von Treue und Treulosen.


Treue ist ein zaghaftes Band. Ein Band das nach und nach von mindestens zwei Seiten geknüpft wird. Es ist eine Eigenschaft für die sich jeder irgendwann einmal in seinem Leben entscheidet; Treue zu einem Menschen, einer Sache oder Treue zu sich und seinen eigenen Prinzipien. Wikipedia sagt zur Treue, dass es eine Tugend ist, welches die Verlässlichkeit eines Akteurs gegenüber einem anderen, einem Kollektiv oder einer Sache ausdrückt. Sie basiert auf gegenseitigem Vertrauen und Loyalität, sie ist aber nicht der Beweis dafür, dass der Gegenstand der Treue ihrer auch würdig ist. 




Treue ist wahrlich etwas schönes. Wir sind treu zu unserem Partner, zu unseren Freunden und unserer Familie oder unserem Arbeitgeber. Und doch kennt sicher jeder mindestens eine Person die schon einmal nicht treu zu seinen Liebsten war, oder seinem Arbeitgeber keine Treue entgegen brachte. Treue entsteht durch ein hohes Maß an Vertrauen, Sicherheit, Glauben und Hoffnung. Aber bei all dieser Treue sollten wir doch nie vergessen, dass es oft wichtiger ist, dass wir uns vorallem selbst treu sind. Andere können Fehler machen, Entscheidungen treffen die wir nicht tragen können oder wollen, die uns enttäuschen. Treue zeichnet aus, dass wir trotzdem zu diesen Menschen stehen. Aber was ist, wenn das Maß irgendwann voll ist? Wenn zu viele Fehlentscheidungen getroffen wurden? Wenn unsere eigenen Bedürfnisse und unsere eigene Meinung nicht mehr beachtet wird? Wenn wir nicht mehr auf das Handeln des anderen vertrauen können? Wir müssen für uns selbst entscheiden, wie wir damit umgehen wollen. 

Treue ist ein Gut das man sich verdienen muss - und das man verlieren kann. Treue zu jemand anderen, sollte niemals über unsere eigene Wertvorstellung stehen. So kann es passieren, dass wir Lebewohl sagen müssen, wenn die Straße am dunkelsten ist. Damit wir uns selbst treu bleiben können.

25.10.2015

[Heimatliebe] Waldspaziergang

Was für ein wunderschönes Herbstwochenende! So viele bunte Farben. Überall strahlt es in Gelb, Grün, Orange und Rot. Der Herbst zeigt sich gerade wirklich von seiner schönsten Seite. Mit der U-Bahn geht es Ruckzuck raus aus der Großstadt und hinein in den Wald wo Ruhe und Entspannung wartet.













19.10.2015

Im Land der Gletscher und Vulkane [Teil IV]

Bin ich vielleicht müde, dass muss die immer länger andauernde Dunkelheit sein. Morgens komme ich so gut wie gar nicht aus dem Bett und Nachmittags erwischt mich ein Hängerchen eiskalt. Meine Island-Erkältung ist auch immer noch nicht ganz überstanden. Der Husten ist hartnäckig. Wobei hartnäckig ist gar kein Ausdruck, immerhin sind es beinahe 7 Wochen seitdem ich wieder im herbstlichen Deutschland bin. Für Müdigkeit war in Island gar keine Zeit. 

3. Tag in Island


Der Tag begann im Heimatmuseum Byggðasafnið að Skógum. Das ganze Museum war eine Lebensaufgabe eines einzelnen Mannes, der seine Heimat Island so sehr liebte, dass er alles zusammen trug. Alte Überbleibsel aus der alten Wikingerzeit können hier betrachtet werden und ein Herr war nicht nur so nett und hat uns einiges über all die alten Fundstücke und die vergangene Zeit erzählt, er hat uns auch ein paar Kostproben seiner kräftigen Gesangsstimme präsentiert. Hier gab es auch neben einigen alten Torfhäusern mit Grasdächern süße, kleine Elfenhäuschen zu begutachten. Das war soooo niedliche. Und irgendwie sind diese kleinen Häuschen niemand anderes ausgefallen. Ich meine, so extrem klein waren sie nun auch wieder nicht, aber was solls, so gehörte die kleine Ecke meinem Freund und mir und wir konnten ungestört fotografieren. Herrlich!

30.09.2015

[Lesezeit] Black*Out, Hide*Out, Time*Out von Andreas Eschbach

"Christopher ist auf der Flucht. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Serenity ist er unterwegs in der Wüste Nevadas. Irgendwo dort draußen muss Serenitys Vater leben, der Visionär und Vordenker Jeremiah Jones, der sämtlicher Technik abgeschworen hat, nachdem er erkennen musste, welche Gefahren die weltweite Vernetzung mit sich bringen kann. Doch eine Flucht vor der Technik - ist das heute überhaupt möglich? Serenity ahnt bald, auf was und vor allem auf wen sie sich eingelassen hat. Denn der schwer durchschaubare Christopher ist nicht irgendjemand. Christopher hat einst den berühmtesten Hack der Geschichte getätigt. Und nun ist er im Besitz eines Geheimnisses, das dramatischer nicht sein könnte: Die Tage der Menschheit, wie wir sie kennen, sind gezählt. "
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Ziemlich dramatisch klingt die Kurzbeschreibung des Inhaltes. Und damit kann man drei Bücher füllen? Ja man kann, offensichtlich! Ehrlich hätte ich nicht gedacht, dass es bei diesem technischen Thema immer wieder neue Ansatzpunkte gibt, immer wieder eine Möglichkeit die Geschichte voranzutreiben, sie weiter zu spinnen, sie zu intensivieren, sie zu fantastisieren. Im Grunde hat Andreas Eschbach seiner Fantasie freien Lauf gelassen und geschaut was passiert, wenn die Menschheit ihre Kommunikationsmöglichkeiten nach Handy und dem Internet weiter ausbaut. Was KANN als nächstes kommen? Was WIRD als nächstes kommen?  Und ist es das, was die Menschheit wirklich will? Oder ist sie nur zu dumm und zu bequem all die offensichtlichen Gefahren, denn Verlust des eigenen Ichs, in Kauf zu nehmen? Zum Glück bringt die Menschheit immer wieder ein paar sonderbare Individuen hervor. So haben sich ein Gegner der überflüssigen modernen Technik und das jüngste Computergenie, das die Menschheit je hervor gebracht hat, zusammen getan, um die Menschheit zu retten. Nichts leichter als das... oder?

Nach dem ich den ersten Teil Black*Out las, sollte fast ein Jahr vergehen, bin ich den nächsten Teil in die Finger bekam. Zugegeben, ich habe immer wieder darauf gewartet das Teil 2 und Teil 3 im Preis gesenkt werden würden, aber irgendwie habe ich davon nichts mitbekommen. So kaufte ich mir die beiden fehlenden Teile dann einfach so.. und was geschah? Natürlich vertauschte ich die Reihenfolge der Bände. So las ich nach dem ersten Teil, eben denn dritten und dann erst den zweiten. Der Geschichte folgen konnte ich trotzdem. Nur kurz hatte ich gezweifelt ob mir nicht etwas in der Story fehlen würde, aber da wie gesagt bereits ein Jahr seit dem ersten Teil vergangen war,  dachte ich einfach, ich hätte ein paar Kleinigkeiten in der Story vergessen.

27.09.2015

Im Land der Gletscher und Vulkane [Teil III]



Mittlerweile sind bereits wieder einige Wochen ins Land gezogen seitdem ich im Urlaub war und dieses atemberaubende Land bereisen durfte. Atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Wind ist teilweise so stark gewesen, dass der Druck des Windes auf meiner Brust meine Atmung schwerfällig werden lies. Ich liebe die Natur, aber sturmartige Windböen wie ich sie in diesem Land erleben durfte gehören nicht gerade zu meinen Favoriten und trotzdem ich weiß bereits jetzt, irgendwann will ich zurück. Zurück in dieses raue, karge Land, in diese Ruhe und Einöde, zurück nach Island.

2. Tag in Island


Wir besuchten am Morgen den Gluggafoss, einen Wasserfall über zwei Etagen an dessen unteren Ende ich so dicht an das herabstürzende Wasser gelangen konnte, dass ich sogar das kalte, klare Wasser mit den Händen berühren konnte. Im Rücken des Gluggafoss erhebt sich beeindruckend der Eyjafjallajökull. Bevor ich nach Island kam, war ich mir gar nicht bewusst das sich auf Vulkanen Gletscher befinden können, so wie es bei dem Eyjafjallajökull der Fall ist. Seltsam, vorallem nachdem ich gelernt habe, dass von solch einem Vulkan eine noch viel größere Gefahr ausgeht, als von einem normalen Vulkan. Stellt euch nur mal diese explosive Mischung aus all dem Eis und der heißer Lava vor. Nicht auszudenken, was das für eine globale Auswirkungen hätte.

Das heutige Tagesziel waren die Vestmannaeyjar-Inseln. Auf dem Weg dorthin hielten wir beim Stóra-Dimon. Ich weiß nicht so ganz ob man den Stóra-Dimon noch als Hügel oder schon als kleinen Berg bezeichnen kann, er ist eigentlich nicht sonderlich hoch und sieht so ruhig und sanft aus, aber der Aufstieg... boah, der war auf dem letzten Stück verdammt steil! Was bin ich froh, vernünftige Wanderschuhe zu besitzen. Denn die hielten mich noch, wenn ich gedanklich schon längst wie ein Osterei den Berg hinunter gekullert bin. Oben auf dem kleinen Berg angekommen war die Belohnung  unglaublich. Ein Blick über eine vollkommene weite, schwarze Sandarfläche über die geschmolzenes Gletscherwasser seinen Weg Richtung Meer sucht. Wunderschön! So gerne ich diesen Anblick noch Stunden hätte genießen können, so wusste ich auch, dass es weiter gehen musste. 

19.09.2015

Im Land der Gletscher und Vulkane [Teil II]

Reykjavik diente nur zum schlafen denn gleich nach dem Frühstück ging es weiter, als ein Teil einer deutschsprachigen Reisegruppe. Wir bekamen einen eigenen Bus mit unserem Fahrer Einer der mal ein Isländischer Fischer war und unseren deutschsprachigen Guide Kay, den schlaksigen aus Leipzig.




Gruppenreisen haben ihre Vorteile, aber auch ihre Nachteile. Grundsätzlich finde ich, ist diese Art zu reisen immer ein Abenteuer. Man weiß nie auf was für Leute man stößt und was einen erwartet. Es ist nun einmal eine super Alternative für Alleinreisende und für diejenigen die zu faul sind oder keine Zeit haben solch eine Wanderrundreise selbst zu organisieren. Ich gestehe, bei uns war es die Zeit, denn 2015 krämpelte mein berufliches Leben so gehörig um, dass ich kaum noch Kraft und Energie für irgendwas anderes hatte. Ich war einige Monate lang einfach vollkommen ausgelaugt.

17.09.2015

Im Land der Gletscher und Vulkane [Teil I]

Von Hamburg nach Island

Es kommt mir vor wie ein Traum. Ein lebendiger Traum, aber ein Traum. Zwei Wochen lang konnte ich dieses fremde Land besichtigen und bereisen. Die wilde, raue und unbändige Natur auf mich wirken lassen, Gletscher bestaunen und mich von Vulkanen ehrfürchtig wärmen lassen. Ich bin fasziniert - von diesem kargen Land, dieser rohen Natur - von dieser unwirklichen Insel.

Bis kurz vor der Abreise erschien mir immer noch alles so unwirklich, selbst beim Koffer packen! Nur einen Tag später würde ich bereits in Island sein. Unfassbar! Mein Hund durfte ebenfalls Ferien machen, zwar nicht in Island - aber bei Freunden. Und dann war es auch schon so weit, plötzlich stand ich am Flughafen, sah wie mein Koffer auf einem schwarzen Gepäckband verschwand. Natürlich piepte die Sicherheitskontrolle und ich musste in einer Box den Anweisungen "Arme hoch", "umdrehen", "Fuß heben" folgen, während ein Metalldetektor überall zu piepen schien. Ich glaube so oft hat so ein Ding noch nie bei mir gepiept, erstaunlich. Von weiteren Anweisungen blieb ich allerdings verschont und durfte kurz darauf zum Gate und auf den Flieger warten. Von Hamburg nach Düsseldorf. 

Irgendwie hatte ich angenommen, dass wir einen Direktflug von Hamburg nach Island vom Reiseveranstalter bekommen haben. Erst zu spät ist mir aufgefallen das es über Düsseldorf ging, sonst hätte ich lieber eine Zugfahrt nach Düsseldorf gewählt - wäre bestimmt günstiger gekommen, aber was solls. So war es nun mal. Blöderweise mussten wir in Düsseldorf aber noch gute drei Stunden warten bis der Flieger nach Keflavik-Island ging. Vorsorglich hatte ich natürlich meinen Kindle dabei und nutzte dann eben die Zeit um in die Welt eines Buches abzutauchen.

In Island angekommen war mittlerweile finstere Nacht, eine halbe Stunde noch bis Mitternacht sagte die Uhr vor Ort. Maaaan hatte ich Hunger und war ich müde (immerhin waren wir seit 17:00 Uhr MEZ unterwegs), doch die Aufregung war stärker. Mit dem FlyBus ging es nach Reykjavik. Der Fahrer war so nett uns direkt vorm Hotel raus zulassen. Mittlerweile war es 1:00 Uhr morgens. Rasch eingecheckt, noch eben ne Packung Sandwiches in der Rezeption gekauft, verputzt und dann ging es ab ins Bett! Denn am nächsten Tag sollte unser Abenteuer Island beginnen!


12.09.2015

Zurück aus Island

Ich sitze auf dem Bett und plötzlich ist es da, wie aus dem Nichts. Vollkommen ohne Vorwarnung kam es plötzlich in die Stille meiner Welt. Mein Blick richtet sich gen Fenster und auf meine Lippen schleicht sich ein Lächeln. So schnell wie es kam, genau so schnell verschwand es wieder. Ach, was habe ich es vermisst - dieses eine, ganz bestimmte Geräusch. Das Geräusch des Windes in den Bäumen, das rascheln der Blätter, die sanften Bewegungen der Äste und Zweige. Herrlich!

In den letzten Wochen gab es nicht viele Bäume in meinem Leben. Ab und an konnte ich ein, zwei, vielleicht sogar eine Handvoll sichten, aber im Großen und Ganzen war es das dann auch schon - bis auf eine kleine Ausnahme. Dafür konnte ich allerdings viele, viele neue Eindrücke gewinnen. Meinen Fuß auf ein fremdes Land setzen und so manches über ein Land lernen, dessen Bewohner noch heute  eine der ältesten, unveränderten Sprachen Europas aufweisen.

Ein paar Eindrücke meiner Islandreise werde ich noch auf dem Blog festhalten. Denn ein paar schöne Eindrücke konnte meine Kamera festhalten. :)

06.09.2015

[Lesezeit] Wach von Lena Klassen


Gezähmte Gefühle, eine Welt ohne Krankheit und Kummer, kein Leid und keine Leidenschaft – das ist Neustadt, in der die Bevölkerung mit der Glücksdroge unter Kontrolle gehalten wird.
Dagegen ist das Leben im Wald voller Risiken und Herausforderungen. Doch auch hier gibt es keine wahre Freiheit, und zwischen heimlichem Verrat und offener Rebellion muss die junge Peas, genannt Pi, herausfinden, was ihr wirklich etwas bedeutet. Dann begegnet sie eines Tages mitten in der Wildnis dem Feind, und alles ändert sich …

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"Er stand im Schatten, nicht mehr als zehn Meter entfernt, und nur seine Haare schimmerten wie ein verwaschener heller Fleck in der Nacht.
Eine Weile standen wir nur da, keiner von uns rührte sich, und ich hätte fast glauben können, dass ich mir alles nur einbildete. Dann bewegte sich die Gestalt fort und verschwand in der undurchdringlichen Finsternis.
Was konnte ich gewinnen, wenn ich ihn verriet? Vielleicht meine Entscheidungsfreiheit. Vielleicht mein eigenes Leben, meine Rückkehr zu den Damhirschen, meine Freiheit. Ich hatte Lucky geopfert, den ich geliebt hatte, um frei zu sein. Wie viel würde es mich kosten, einen Feind zu opfern, der mir nichts bedeutete?

Und das in beinaher neuer persönlicher Rekordschnelle (trotz Arbeit, Hund und Co.). "Wach" ist der zweite Teil von Lena Klassens "Wild".  Und es ist unbedingt wichtig die Reihenfolge der Bücher einzuhalten! Die Bücher selbst? Absolut Hammer! Durch ungewöhnliche Vergleiche schafft sie eine wunderbare Stimmung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand lesen. Es ist durch und durch spannend. Es gibt kaum Momente wo lediglich was banales oder langweiliges passiert. Ich hatte das Gefühl das alles, aber auch wirklich alles wichtig war für die Story selbst oder um den Hauptchara, die junge Pi, besser zu verstehen. Sehr schön! Von diesen Büchern hätte ich gerne mehr. :)

01.09.2015

[Heimatliebe] Schloß Rothestein

Ein absolutes Märchenschloß sag ich euch! Das hier noch kein Märchenfilm gedreht  wurde, wundert mich sehr. Schloß Rothestein war unser Ziel bei unserer kleinen Hessenwanderung. Hier ist ein Café sesshaft und so konnten wir uns nach der Wanderung mit Kaffee (eher Bier und Cola) und Kuchen stärken. Hochzeiten kann man hier übrigens auch feiern. 
Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, sich dieses süße kleine Schlößchen einmal aus der Nähe anzusehen. Für mich ein echtes kleines Traumschloß mit seinem schön verzierten Hauptteil,  seinem spitzen Prinzessinnenturm, seinem Burgcharakter und mit der bezaubernden Liebe zum Detail.






27.08.2015

[Heimatliebe] Unterwegs in Hessen Teil II

Heute gibt es noch ein paar weitere Bilder von der Hessenwanderung. Ich liebe dieses erste Waldbild. Betrachte ich das Bild länger, gehen meine Gedanken quer. Ich stelle mir vor was so in einem Wald alles passieren könnte - Filmreife Dinge sag ich euch!







26.08.2015

[Lesezeit] Ender's Game: Das Große Spiel von Orson Scott Card



Nur dem äußeren Anschein nach ist Andrew Wiggin, genannt Ender, ein ganz normaler Junge. Tatsächlich hat man ihn dazu auserwählt, zu einem militärischen Genie zu werden, das die Welt braucht, um einen übermächtigen Feind zu besiegen. Aber Enders Geschichte verläuft anders, als es die Militärs geplant haben. Völlig anders …
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»Ich habe durch seine Augen gesehen, ich habe durch seine Ohren gehört, und ich sage Ihnen, er ist derjenige. Oder wenigstens so dicht dran, dass wir keinen Besseren finden werden.«»Das haben Sie über den Bruder auch gesagt.«»Der Bruder erwies sich als ungeeignet. Aus anderen Gründen. Hatte nichts mit seinen Fähigkeiten zu tun.«»Das Gleiche wie bei der Schwester. Und auch bei ihm bestehen Zweifel. Er ist zu formbar. Zu leicht bereit, sich dem Willen eines anderen zu unterwerfen.«»Nicht, wenn der andere sein Feind ist.«»Was sollen wir denn tun? Ihn die ganze Zeit über mit Feinden umgeben?«»Wenn wir müssen.«»Ich dachte, Sie hätten gesagt, Sie mögen dieses Kind.«»Wenn die Krabbler ihn erwischen, werde ich im Vergleich mit ihnen wie sein Lieblingsonkel wirken.«»Na gut. Schließlich müssen wir die Welt retten. Nehmen Sie ihn.«
  
Interessant. Das Buch mag sicherlich nicht jedem gefallen. Es ist einfach Sci-Fi durch und durch, gepaart mit viel militärischer Weitsicht-Strategie. Ich denke es sollte zügig gelesen werden, sonst kommt man nur schlecht wieder rein, wenn man sich größere Lesepausen gönnt. Manchmal war es für mich schwer die Gesprächspartner auseinander zu halten oder die Äußerungen einer Person zuzuordnen, da teilweise mit reinen Dialogen oder Gesprächen gearbeitet wurde ohne nähere Beschreibungen der Gesprächspartner einzubauen. 
Das Ende ist überraschend. Es stimmt nachdenklich, irgendwie. Ein Buch das immer wieder menschliche Abgründe aufzeigt.

13.08.2015

[Heimatliebe] Unterwegs in Hessen

Manchmal muss man einfach laufen. Da heißt es dann Rucksack packen, Wanderschuhe an, Hund an die Leine und ab Marsch! Die Kamera darf natürlich auch nicht fehlen - ein must have auf jeder Wanderung! Ein Fußmarsch von etwa 15 Kilometer wartete Anfang August auf uns. Berg hoch, Berg runter. Okay, okay, wirklich riesige Berge gibt es ja nicht in Hessen, aber  groß genug, dass man schon eine ordentliche Steigung laufen kann, sind einige allemal.

Unsere Tour führte uns entlang des Ausbachtals zum Faulbornskopf und weiter zum Naturdenkmal Daterlinde. Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung was an dem Baum so besonderes sein soll. Der Baum machte auf mich noch nicht einmal einen besonderen Eindruck. Hätte dort kein Schild gestanden, wäre mir der Baum unter all den anderen nicht einmal aufgefallen. Wahrscheinlich habe ich den Baum gerade deswegen nicht einmal einen Schnappschuss gewürdigt...
Jedenfalls zogen wir weiter zum Uhlenkopf und entdeckten eine alte Stasi-Schleuse und genossen bei der Schönen Aussicht unser Lunchpaket. Abenteuerlich wurde die Abkürzung über die Hörnelücke, direkt beim Aussichtspunkt Hohestein, da hier plötzlich kein Weg mehr aufzufinden war und wir auf unsere vier Buchstaben einen steilen Abhang hinunter mussten - im aufrechten Gang hätten wir uns nur alle Beine gebrochen! Für nicht mehr so agile Menschen ist diese Abkürzung jedenfalls keineswegs zu empfehlen. Bei der Hörne angekommen machten wir noch einmal eine Rast, bevor unser Weg uns zum Schloß Rothestein und über den Hessenweg zurück führte. 

In das Schloß habe ich mich sofort verliebt! Aber dazu ein andermal mehr. Zuerst möchte ich euch durch ein paar Fotos mit auf unsere kleine Wanderung nehmen.

Aussichtspunkt Faulbornskopf




 Aussichtspunkt Uhlenkopf


Aussichtspunkt Schöne Aussicht


Hessenweg